Es ist eine grossartige Idee, dass der Oberbürgermeister Jung in Fürth auf dem historischen Rathaus eine Solaranlage bauen lassen will. Und es ist traurig, dass es aus München eine Ablehnung dafür gibt.
Das Gesetz für Denkmalschutz in Bayern ist alt - 36 Jahre alt. Kein Wunder, dass damals niemand daran gedacht hat, Solarenergie einzusetzen, denn diese
Anwendung gab es damals praktisch noch gar nicht. Und der Klimawandel: Der war damals kein Thema. Erst heute werden die Probleme offensichtlich und daher sollte heute daran gedacht werden, wie man Denkmäler und Solarenergie in Einklang bringt.
Wenn der Klimawandel nicht gestoppt und das Energieproblem nicht gelöst wird, dann werden Denkmäler zerfallen. In weiteren 36 Jahren wird so vieles unwiederbringbar zerstört sein. Würde man heute an die Nutzung der Solarenergie denken, dann würde es einen Beitrag geben, diese Zerstörungen zu vermeiden. Angesichts des Alters des Fürther Rathauses von 170 Jahren könnte man durchaus den Oberbürgermeister für 30 Jahre dort eine Solaranlage betreiben lassen. Danach könnte man diese wieder wegnehmen und das Rathaus wäre immer noch in einem guten Zustand. Ganz anders als das, was der Klimawandel mit Baudenkmälern in der ganzen Welt anrichten wird. Die Denkmalschützer leben in ihrer heilen Welt. Sie träumen - wollen etwas bewahren und machen dann das Gegenteil dessen, was Sie tun sollten: Denkmäler schützen!