Dass es die Markgräfin Friederike Sophie Wilhelmine (1709-1758) war, die das architektonische Erscheinungsbild der Festspielstadt prägte, hat trotz der Pracht der Wilhelminischen Barockbauten weit weniger die Runde gemacht. Während der Regentschaft ihres Mannes (1735-1763), des Markgrafen Friedrich von Brandenburg-Bayreuth, ließ die kunstsinnige Preußin eine Vielzahl opulenter Bauten nach französischem und italienischem Vorbild errichten, die heute als Bayreuther Rokoko bekannt sind.
Das Markgräfliche Opernhaus gilt als das schönste Barocktheater Europas, das Neue Schloss und der Hofgarten zählen zu den weiteren Sehenswürdigkeiten, und wer eine prachtvolle Eremitage besuchen möchte, muss nicht bis St. Petersburg reisen. Was die Lieblingsschwester Friedrichs des Großen einst in der Residenzstadt erbauen ließ, soll heute gefördert und geschützt werden. Der Antrag auf die Aufnahme der erwähnten Bauten und des außerhalb gelegenen Felsengartens Sanspareil in die Liste des UNESCO-Welterbes liegt vor. Die Erfolgschancen werden positiv bewertet.
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Artikel aus: dürer 02.06